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Dienstag, 16. Juni 2009

Demokratisierung oder Ochlokratisierung?

Ok ich gebe zu zwei übele Fachbegriffe, aber wer Politik macht, sollte was davon verstehen und genau darum geht es sowohl beim BS09 als auch in dieser Kritik.

Wer ein wenig recherchiert und sich bildet stellt fest, das sowohl Platon als auch Aristoteles die Demokratie ablehnten (bezog sch zwar jeweils auf die damaligen formen der attischen Demoktraie in Athen, die anders war als unsere heutigen Formen) Platon ist ncith ganz so mein Freund, darum nur soviel , das seine Kritik zur "idealen Staatsformlehre" führte die dann in seinem fiktiven Atlantis beschrieben wird.
Darum mehr zu Kritik des Aristoteles (da kenn ich mich aus). Er zählte die Demokratie theoretisch zu den drei "entarteten Staatsformen". (In seinen Untersuchungen der existierenden Demokratien war er nicht ganz so aburteilend, was daran lag, das er keine reine Demokratien vorfand.)


Was ist seine Kritik, und was hat das vorallem mit dem "Bildungsstreik2009" zu tun?
Aristoteles warf gerade der extremen, hier geförderten, Form der Demokratie vor, nur dem Wohl der Armen zu dienen, nicht aber dem der Allgemeinheit. Sie verfehlt damit nach ihm den Zweck, "gut zu leben" bzw dies zu ermöglichen.
Aristoteles sagte: Der Anfang aller Kultur ist Verzicht
man denkt gern egoistisch: schiebt mir das Allgemeinwissen bzw die Bildung in den Arsch. Warum sollte ich mich danach bücken nur weil es auf der Straße rumliegt?
klar nicht jeder hat die Möglichkeit sich zu bücken aber sind das wirklich so viele?
Nach meiner Beobachtung, haben die meisten keinen Bock sich nach Bildung zu bücken.
"Wieso weißt du das nicht, das ist doch normales Allgemeinwissen" Antwort: hab ich in der Schule nicht gelehrt"mööp falsch Allgemeinbildung erliest man sich oder erschaut es sich von mir aus im TV (halt nicht RTL2 und VIVA sondern hintere Sendeplätze).
Bildung ist auch kein Statussymbol mehr das als erstrebenswert gilt, im Gegenteil Bildung gilt in vielen Kreisen gerade Jüngerer als ausgesprochen uncool
da Problem ist das die meisten nicht wirkliches Interesse haben das sie antreiben würde.
damit kommen wir zum nächsten Punkt:

Systemischen denken aber ohne systemkonstituierende Systemdifferenzierung:
es gibt unzählige Systemtheoretiker mit sehr unterschiedlichen Auffassungen und Definitionen, ALLEN gemein ist aber das sich ein System definiert in dem es sich von anderem abgrenzt. Das alles zusammen hängt heißt nicht das alles ein Brei ist! also deswegen ist es wenig sinnvoll und vor allem unsachlich alles Probleme, die zwar zusammenhängen, aber nicht Kern sind in ein Boot zuschmeißen, und mit dem ganzen dann eine Halse zu probieren (um im nautischen Bild zu bleiben).
wirklich systemtheoretisch ginge man komlexitätsreduzierend vor:
Man betrachte eine ausschnitt, also ein Teilsystem fokussiere udn diese analysiere und damit arbeite und verändere.
so muß man nicht scheitern, weil man das ganze Globalsystem zu drehen versucht. Genau das macht ja systemischen denken aus: die Betrachtung und Änderung eies Elements bzw Subsystems hat korrigierende Auswirkungen auf sie Systemumwelt und das Restsystem (Stichwort: Autopoesis).
Also wenn die Einstellugn zur Bildung sich ändert, wird automatisch mehr Geld in dieses Segment fließen und die Wirtschaft wird sich dem nach eignen Grundsätzen (--> hohe Nachfrage) den anpassen. Das wäre Systemisches denken.
Am großen wirtschaftskrisen Rad anzusetzen wäre das Gegenteil.
"
If You Wanna Make The World A Better Place- Take A Look At Yourself, And Then Make A Change
I'm Starting With The Man In The Mirror"
Nicht das System ist schuld, sondern wir sind das System - der Staat ist die Gesamtheit seiner Bürger.

deswegen Letzter Punkt - wieder zur Olchokratisierung:
In dem man nicht bereit ist auf seien Bequamlichkeit zu verzichten und sich in der Folge selbst zum Maßstab macht verrät man dne gesamten Allgemeinwohl gedanken. Es ist unmöglich das die eigenen Meinung oder die seines persönlichen Umfeldes unrepesentativ und überhaupt nur in der Oposition sei.
Und selsbt wenn die eigenen Sache ein Anliegen vieler ist, muß sie noch lange nicht allgemeinwohlfördernd sein. Das fürhte in der Antike zum sog. „Scherbengericht“ (der Ostrakismos). die Idee ist heute noch aktuell:
Wenn genug gegen jemaden oder etwas stimmen, wird es ungeprüft, rein aufgrund des Votums abgeschafft, verfolgt oder verbannt.
Darum steht der Begriff Scherbengericht auch neute noch für meist politisch motivierte Aktionen und Methoden, mit denen unliebsame oder unbequeme Personen ausgeschaltet werden sollen.
Somit werden Mächtige, besonders aus der Wirtschaft, zu buhmännern stilisiert und Denunzationskampagnen gegen sie los gedreten. Ihe "Tüchtigkeit" (wie Aristoteles es nenen würde) wird gegensie verwendet. Ist das Demokratie, dass jemand der Wettbewerb verwert wird? Es wird gejammert, das der Arme ausgeschlossen sei und der Reiche soll im gleichen Atemzug ausgeschlossen werden.
Riecht ein Wenig nach Neid - jedenfalls ist es nciht VOlksherrschaft, sondern Pöbelherrschaft, wenn nur die Unterschichten bestimmen und im Fokus sind.
Klar auch wenn nur die Oberschicht Fokus ist ist das keine Demokratie, aber ist die Olchokratie (=Pöbelherrschaft) echt die alternative zu monetäten Aristokratie die von dem Aktivisten kritisieret wird?


Also:
Weg vom Eigenen bei den Forderungen, hin zum eigenen bei den Änderugnen.
Respektiert ALLE Bürger - und kümmert euch um Anliegen die in eurem Einflußbereich liegen.
auch reiche dun erfolgreiche haben reichte die man ihne nicht abnehmen darf um sie den armen zu geben. Recht für alle heißt ALLE.
Versucht nicht die große Maschinerie umzukippen werft euren Holzschuh in das kleine Getriebe an dem ihr steht.
Und um es mit Gandhi zu halten: Geht selbst vorran und treibt nicht die anderen an. So konnte in einzelner Mann die seinerzeit größte Weltmacht in die Kniezwingen, weil er sich Opferte nicht die anderen.

so das war man wieder ein langer Text - sorry


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