hi mitstreiter und Leidgenossen

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Ansonsten findet ihr hier alle Infos zu Aktionen an der HAW, in Hamburg und Deutschend weit, sowie dem aktuellen Stand des Kampfes gegen die schrittweise Ökonomisierung des gesamten Bildungssystems in unserem Land.

Samstag, 4. April 2009

bildungsstreik 2009

bisher war dieser blog als reiner Infoblog
Termine, News usw.

da es in letzter Zeit leider sehr sehr still geworden ist in Hamburg zum Thema und wahrscheinlich die meisten resigniert haben oder eben es akzeptiert haben, auch weil sie auf die vermeintlich nachgelagerten Gebühren reingefallen sind, war dieser blog eigentlich tot.

Nun aber tut sich wieder was, der Bildungsstreik 2009 wird proklamiert und zu DER Aktion schlechthin erkoren - wow es tut sich wieder was.

Da müsste man doch eigentlich denken: hey der haw-gratis-blog sollte da wieder leben bekommen, da Futter.
aber bisher war hier nix zu zu lesen:

warum:
weil der Verwalter dieses blogs sieht, das sich was tut, aber nicht gut findet was sich tut
ich bin nicht grundsätzlich für Aktionen aller Colouer - Hauptsache es tut sich was


der Bildungsstreik wird von mir als Person und damit auch als blog-Betreiber nicht weiter unterstützt.
deswegen weiche ich hier auch von den bisherigen Grundsätzen dieses blogs ab und kommentiere, sonst wird sich noch gewundert warum ich den blog trotz nichtgegebenen Futtermangels verhungern lasse.
wie gesagt der kriegt nicht alles zu fressen.

was habe ich gegen den bildungsstreik?
nix
ich habe mich sogar dafür eingesetzt, das unser HAW-AStA sich an dem Bündnis beteiligt.
habe im Vorfeld über den sich verantwortlich fühlenden Hopo-Referenten, Infos, Kommentare und Impulse an die Bewegung gegeben.
leider nur oberflächlicher erfolg.

was musste ich jetzt feststellen:

  • man will oder tut mit fragwürdigen , bishin kriminellen Gruppierungen zusammen arbeiten (niemand soll aus geschlossen werden - richtig- aber man muss denen nicht noch mehr Einfluss als nötig geben - besonders die illegalen und kriminellen – und denen sogar noch Leitungsaufgaben zuschanzen)
  • die Recherche ist schlecht, die Meinung steht fest, die Argumente schwach da einseitig uns somit leicht anfechtbar (wie will man die Argumente eines Gegners entkräften, wenn man sie nicht mal kennt?) und es werden gerne wohlklingende Begriffe gebraucht, die eindeutig nicht dem aktiven Wortschatz der Verfasser entstammen, da unpassend oder schlecht angewandt. (warum dieser Versuch sich elitär auszudrücken, wenn man gleichzeitig gegen Elitebildung demonstrieren will?)
  • viele angebliche Argumente sind sogar sachlich falsch, von der Logik möchte ich gar nicht anfangen
  • es geht nicht darum das es wirklich besser wird, man will streiken, Information über neue Reformprozesse und initiativen werden nicht mal kommentiert, möglicherweise nicht mal wahr genommen
  • die Vorschläge zur Lösung sind wage und schlecht ausformuliert und durchkonzipiert („einfach anders“ ist kein Lösungsvorschlag) und wenn was kommt, dann sieht es aus wie weiter unten ausgeführt)
  • man kritisiert nur vordergründig die Bildung - in ganzen geht es um ganz andere Themen, aus man dann Verbindungen zur Bildung zieht

(sieht man deutlich an den folgen Punkten:

  • die Argumente stammen alle fast ausschließlich aus anderen politischen Bereichen
  • man hat deswegen auch einige Forderungen die gar nichts mit Bildung zu tun haben, sondern nur mit reiner Gesellschaftskritik (ja Bildung ist ein Teilbereich der Gesellschaft)
  • Bildungspolitische Probleme werden kaum als solche beschrieben sondern stets als Symptome ungeliebter Politik, Wirtschaftssysteme und Gesellschaftsstrukturen
  • etc

  • darüber hinaus wird sich ständig Schlagwörtern, Parolen und Zitaten bedient, die zwar propagandistisch und demagogisch wirksam sind, aber

1. falsch kontextualisiert sind (ist das Studium so scheiße das man nicht mal Zitieren mehr in den Proseminaren lernt?),

2. in der fülle nur noch allgemein Plätze darstellen ohne Aussage, schon gar nicht inhaltlich zum Thema (warum nicht gleich die Chaplins Kauderwelsch aus dem großen Diktator)

3. nur Stimmungsmache sind statt Info, Argumente Daten

All das, besonders in seiner konkreten Form (hier ja nur abstrahiert) und einiges andere schrecken mich ab.

Die Organisatoren gehen davon aus, dass sie ein Streikrecht haben, dem ist nicht der Fall Art. 9 GG bezieht sich ausdrücklich auf Arbeitskämpfe die Tatbestandsvoraussetzungen erfüllen weder Schüler noch Studenten schon gar nicht die Sachlage.

Wir haben ein Demonstrationsrecht und ein Versammlungsrecht und ein Recht uns zu organisieren. Wenn man die Organisatoren auf diese rechtlichen Normen hinweist, erscheint die Änderung dieser Norm sogleich als neue Forderung – Was hat das mit Bildung zu tun.

Auch sonst erscheinen sie wenig außerhalb ihres Tellerrandes zu wissen.

Sie demonstrieren ihre Haltung, keine selbst gebildete, recherchierte und untermauerte Meinung.


Leider gutes Ziel schlechter Weg!

Fuck warum kriegen wir so was nie mal sinnvoll hin?

Warum sind so wenig politisch gebildete in dessen Komitees?

Warum erstickt alles im Aktionismus?

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